Das in den 1960er Jahren gebaute Haus D auf den Gelände des städtischen Klinikums entsprach nicht den heutigen medizinischen Standards und stieß an seine Kapazitätsgrenzen. Als Ersatz und zur Erweiterung wurde das neue Haus D geplant.
Das neue Haus D erfüllt die modernen Ansprüche der Medizin und besitzt eine zukunftsfähige Tragstruktur, die flexibel nutzbar ist. Geplant sind sowohl Operations- und Intensivstationen, als auch Patientenzimmer und Behandlungsräume.
Die besonderen Schwierigkeiten bei diesem konkreten Bauvorhaben lagen in der Gründung des Tiefkellers, in der Anbindung an den Bestand und an den beengten Verhältnissen zwischen der bestehenden Bebauung.
Durch einen erhöhten Platzbedarf für die Medizintechnik wurde es notwendig, Teile des Hauses mit einem zweiten Untergeschoss zu planen. Dieser Gebäudeteil steht dauerhaft im Grundwasser und wurde mit allen erforderlichen Details als weiße Wanne ausgelegt. Für eine zusätzliche Sicherheit gegen die Durchfeuchtung wurden alle erdberührenden Bauteile mit einer Frischbeton-Verbundfolie an der Außenseite versehen.
Zur Vernetzung mit dem bestehenden Haus B entsteht ein 6-geschossiger Verbindungsgang mit einer Länge von ca. 25 m bei einer Breite von nur 3 m. Der Verbindungsgang überspannt auf Hofniveau die Zufahrt der Feuerwehr. Dieses hohe, jedoch sehr schmale Gebäude zu stabilisieren und gegen die Kräfte aus dem Wind und Erdbeben zu wappnen, war eine große ingenieurtechnische Herausforderung.
Das alte Haus D war mit dem Gebäude der Trockentherapie verzahnt. Hier musste ein Teilabriss und anschließender Neubau erfolgen. Die Planung der Baugrube in diesem Bereich, deren Niveau deutlich unter dem der bestehenden Gründung lag, war eine besondere Leistung der Tragwerksplanung mit außergewöhnlich hohem Anspruch.
