Zur Modernisierung Ihres Erscheinungsbildes plante die Stadt Heidelberg diverse Umbauten in Ihrem Verwaltungsgebäude, dem historischen Rathaus.
Als zentrales Element der baulichen Änderungen wurde im Innenhof ein neuer Rathaussaals als Glas-Stahl-Konstruktion mit einer weit spannenden Stahlverbunddecke errichtet. Der neue Rathaussaales wurde dabei unterkellert ausgeführt, mit Unterfangungen der historischen gemauerten Natursteinfundamente. Vor der errichtung des unterkellerten neuen Rathaussaal mußte im Innenhof des historischen Gebäudeensembles ein Stahlbetonbau abgebrochen werden. Die Planung der Abbruchmaßnahme erforderte aufgrund der sensiblen umliegenden Bausubstanz detaillierten Nachweisen aller Bauzustände. Vereinzelt mußten tiefgehende Bauteiluntersuchungen, z.B. am vorhandenen Mischmauerwerk durchgeführt werden um entsprechende Bauteilfestigkeiten festzustellen.
Zur barrierenfreien Erschliessung der bestehenden und neu geschaffenen Räume wurde ein gläsernen Aufzug mit Durchdringung des Kellergewölbes und der 300 Jahre alten Holzbalkendecken eingebaut. Neben den erforderlichen Auswechslungen in den denkmalgeschützten Geschossdecken wurde durch gezielte bauliche Ertüchtigungen der Holzbalkendecke unter dem historischen großen Ratssaal auf Grundlage vorausgegangener Schwingungsuntersuchungen eine Verbesserung des Schwingungsverhaltens der weitgespannten Decke erreicht. Die Decke über dem denkmalgeschützten Trauzimmer wurde dagegen ohne Eingriff in den denkmalgeschützten Bestand ertüchtigt.
Im Rahmen der gestalterischen Änderungen im Rathausfoyer wurden mehreren großen Wandöffnungen in der 60 cm starken tragenden Mauerwerkswand errichtet. Die Öffnungen wurden unter voller Last abschnittsweise hergestellt.




