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Neubau Zahn- ,Mund- und Kieferklinik, Mainz

Auf dem Gelände des Universitätsklinikums Mainz wurde als weiterer Klinik-Baustein der Neubau einer Zahn-, Mund- und Kieferklinik errichtet.

Bei dem Gebäude handelt es sich um ein 4-geschossiges Massivgebäude (UG bis 3. OG) mit einem zusätzlichen Technikgeschoss in Stahlbauweise. Das Gebäude enthält insgesamt ca. 112 Behandlungseinheiten in verschiedenen Klinikbereichen, einen Lehrbereich mit diversen Hörsäälen und Seminarräumen, vier Voll-OPs und vier ambulante OPs, eine Bettenstation, sowie eine Notfallambulanz mit angegliederter Röntgenabteilung.

Die umfassenden, unterschiedlichen Nutzungseinheiten stellten eine hohe Anforderung an Planung, Konstruktion und Technische Ausstattung des Gebäudes.

Der Neubau wurde mittels einer Fundamentplatte auf bis zu 18 m mächtigem Kulturschutt aus der Römerzeit gegründet. Zu einem recht späten Zeitpunkt wurde durch die Obere Denkmalbehörde festgelegt, dass die Fundamentreste des römischen Viaduktes nicht entfernt werden dürfen. Diese wurden daher mit Kleinbohrpfählen und Spritzbeton unterfangen und in einem Trogbauwerk (siehe Bild unten) gesichert. Dieses Schutzbauwerk steht vollständig losgelöst vom Neubau. Das Gebäude wurde nachträglich um die „Römersteine“ herum geplant. Zum Funktionserhalt des Gebäudes wurde das Untergeschoss tiefer gelegt und an drei Stellen wurden die „Römersteine“ durch Tunnelbauwerke gekreuzt.

Das Untergeschoss wurde an drei Seiten von Lichtgräben umgeben, die durch eine frei stehende Winkelstützwand gebildet werden. Im Untergeschoss ist ein Hörsaal mit einer frei überspannten Fläche von 15,0 x 12,5 m. Wegen der Auflast aus Erdüberschüttung und Befahrung ist hier eine 42 cm starke Bubble-Decke erstellt worden. Alle weiteren Decken sind als Stb-Flachdecken mit ca. 7,5 m Spannweite durchgeführt worden.

Die Lastabtragung erfolgt über Stützen und Wände aus Stahlbeton. Lediglich im Staffelgeschoss ist zur Lastminderung für die Außenwände nichttragendes Poroton-Mauerwerk verwendet worden.

Das 4. Obergeschoss ist ein reines Technikgeschoss und wurde als Stahlbau mit Blechverkleidung und Eindeckung ausgeführt.

Das Gebäude ist durch eine Dehnfuge in zwei Teile geteilt. Die Aussteifung erfolgte über vier zur Entfluchtung notwendige Treppenhauskerne.

Zu den beiden benachbarten Gebäuden wurden Verbindungsbrücken als Glas-Stahlkonstruktion geplant. Für die technische Versorgung wurde das Gebäude an den unterirdischen Versorgungsgang der Universitätsklinik angeschlossen.

Bauherr:

Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung Rheinstr. 4, 55116 Mainz Bauleitung Klinikum Mainz
Architekt:

Schmucker und Partner Planungsgesellschaft mbH Mannheim
Bearbeitungszeit:

2011 – 2018
Baukosten:

KG 200-700: 41 Mio. € KGR 300 15,4 Mio. € KGR 400 15,7 Mio. €
Bauzeit:

2018 – 2021
Projektdaten:

BRI 69.000 m³
Grundleistung:

Leistungsphase 1-6
Besondere Leistung:

Leistungsphase 8
Baugrubenverbau Lph. 1-3

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