Die GGH heidelberg hat im Auftrag der Stadt Heidelberg am Gleisdreieck 1 in Heidelberg, ein Betreuungszentrum mit Wohnungen für obdachlose Menschen erreichtet. Das langgestreckte Gebäude besteht aus zwei, durch eine Gebäudefuge getrennte Einheiten: In dem einen Gebäudeteil befindet sich die Tagesstätte mit Aufenthaltsraum, Küche, Beratungszentrum, Praxis- und Lagerräumen. Im zweiten Gebäudeteil befinden Wohnungen für Obdachlose.
Sämtliche Gebäudeteile sind behindertengerecht ausgeführt. Die Erschließung erfolgt in beiden Gebäudeteilen mit Aufzügen. Errichtet wurde das Gesamtgebäude als dreigeschossiger, nicht unterkellerter Mauerwerksbau, mit Stahlbetonmassivdecken. Die vorher auf dem Gelände vorhandenen Gebäude wurden bis auf die Keller abgerissen. Danach wurden die Keller verfüllt. Die Gründung des Neubaus erfolgte daher über eine tragende Stahlbetonbodenplatte, die die Bestandsgebäudereste überspannt. Die tragenden Außenwände wurden aus wärmedämmenden Porotonziegel, d = 42 cm errichtet, tragende Innenwände aus Kalksandstein, d = 17,5 cm bzw. Stahlbeton, soweit es die Gebäudeaussteifung erforderlich machte. Die Geschossdecken und Dachdecke wurden als einachsig gespannte Stahlbetonmassivdecken ausgeführt. Die Dachdecke wurde, um Risse im Mauerwerk auf Grund von Temperatur-Verformungen und Schwinden zu vermeiden, verschieblich auf Elastomerelager aufgelegt.


