Die evangelische Kirche Mannheim hat im Stadtteil Friedrichsfeld einen Ersatzneubau für die in die Jahre gekommene Kindertagesstätte Wallonenstraße errichtet. Das Haus hat in Summe drei Kindergartengruppen für Kinder zwischen 3-6 Jahren und eine Krippengruppe für Kinder zwischen 0-3 Jahren. In der Kindertagesstätte werden durch 16 Betreuer und Angestellte im ganztags Betrieb, mit eigenständiger Nahrungsversorgung durch die hauseigene Küche, 80 Kinder betreut.
Die KiTa ist als zweigeschossiges Gebäude in Holzbauweise errichtet. Die Wände wurden in Holzständerbauweise, die Decken als massive Brettsperrholzdecken ausgeführt.
Die Aussteifung des Gebäudes erfolgt über ausgebildete Wand- und Deckenscheiben, wobei die Holzständerwände einseitig mit OSB-Holzfaserplatten beplankt sind. In Deckenebene erfolgt die Aussteifung unmittelbar über die Brettsperrholzelemente die bauseits zur Scheibe zusammengefügt wurden.
Zur Gewährleistung der notwendigen Brandschutzanforderungen wurden die hinsichtlich Brandschutzkonzept notwendigen Wände 2-lagig mit GFK-Brandschutzplatten beplankt. Die Brettsperrholzdecke wurde ohne Zusatzverkleidung auf Abbrand bemessen.
Sämtliche Gruppenräume im Erdgeschoss verfügen über einen 2-ten baulichen Rettungsweg direkt nach außen in die Außenanlagen. Die Entfluchtung des Obergeschosses erfolgt über eine stirnseitig am Gebäude vorhandene, außenliegende, stählerne Fluchttreppe. Vorderseitig ist dem Kita-Gebäude weiterhin ein stählerner Laubengang vorgestellt.
Der Kita-Ersatzneubau wurde anstelle des zuvor abgerissenen Altbaus errichtet, wobei die Kellerräume des Altbaus nur bis ca. 50 cm unter GOK rückgebaut wurden. Die verbliebenen Bodenplatten wurden zur Vermeidung aufstauenden Wassers lokal durchörtert. Die ehemaligen Kellerräumen wurden mit lageweise verdichtetem Einbau von Recycling-Material aufgeschüttet. Zum Ausgleich der wechselnden Baugrundsteifigkeiten wurde der Neubau über eine elastisch gebettet Bodenplatte gegründet. Einzig der im Neubau vorhandene Stahlbetonschacht des Fahrstuhls wurde über eine Aufzugunterfahrt tiefer geführt.
Insgesamt entstand ein gestalterisch hochwertiges und konstruktiv anspruchsvolles Gebäude.
