Referenzen Tragwerksplanung


Naturin GmbH & Co. KG

Neubau einer Produktionshalle in Weinheim

Auf dem Werksgelände der Firma Naturin in Weinheim musste als Ersatz für bestehende, nicht nutzbare Gebäude eine neue Produktions- und Lagerhalle unter erschwerten Randbedingungen erbaut werden.

Die neuen Produktionsanlagen erforderten eine ca. 100 m lange, mehrgeschossige Halle und ein Hochregallager in der Gebäudemitte. Für spätere Erweiterungen musste ein Technikgeschoss über Dach mit ca. 6 m Gesamthöhe, welches sich über das gesamte Gebäude erstrecken sollte, berücksichtigt werden. Die Erschließung der Produktionshalle sollte über ein kopfseitig angeordneten Aufzugs- und Treppenhausturm erfolgen.

Das neue Gebäude war als Lückenbebauung zwischen einer dreiseitig angrenzenden, zu erhaltenden Bebauung, zu errichten. Bestandsunterlagen lagen weitestgehend nicht vor. Erschwerend kam hinzu, dass der das Baufeld kreuzende Produktionsbetrieb und Medienleitungen aufrechterhalten werden mussten.

Die insgesamt 100 m lange, ca. 30 m hohe und nur 10 m breite Produktionshalle besteht aus vier Geschossen inklusive Kellergeschoss und zusätzlichem Technikgeschoss über Dach. Die Halle wird im Kellergeschoss in Stahlbetonbauweise über Wände, im Hochregallagerbereich über Querrahmen ausgesteift. Die Obergeschosse in Stahlbauweise mit Massivdecken sind in Längsrichtung über Verbände, in Querrichtung über Stahlrahmen ausgesteift.

Aufgrund der hohen Lasten, der geringen Tragfähigkeit des Baugrunds, der Nachbarbebauung, der hohen Setzungsanforderungen infolge des Hochregallagers und der das Baufeld querende Transport- und Medientunnel wurde das Gebäude über Bohrpfähle gegründet. Die hohen Stützenlasten aus den Obergeschossen mussten hierzu aufwändig abgefangen und in die Pfähle eingeleitet werden.

Besonders zu berücksichtigen waren weiterhin die hohen Verformungsanforderungen infolge des Hochregallagers und die hohen anlagenbedingten, internen Temperaturdifferenzen, mit Raumtemperaturen in Teilbereichen des Gebäudes von 0° C bis weit über 90° C.

In enger Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen des Bauherren konnten die hohen Planungsanforderungen an den Neubau, den Erhalt der Nachbargebäude und den störungsfreien Betrieb der den Neubau querenden Produktions- und Transporteinrichtungen, während der Bauphase gesichert werden.

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