Referenzen Wasserbau + Hochwasserschutz


Rheinhauptdeich Hördt

Ausbau des Rheinhauptdeiches von Deich-km 30,400 bis 36,450, Deichabteilung I

Bei der Fortschreibung des Hochwasserschutzkonzepts des Landes Rheinland Pfalz soll zur Verbesserung des Hochwasserschutzes am Oberrhein die Hördter Rheinniederung als Reserveraum für Extremhochwasser einbezogen werden. Ein Moderationsverfahren hatte die Trassenführung der rückwärtigen Deichlinie zum Ergebnis. Neben der Herstellung dieser waren vielfältige Anpassungsarbeiten zum Erhalt der Binnenentwässerung erforderlich. Der Vorhabensbereich grenzt an hochwertige Amphibienlaichgewässer an. Insbesondere der Bereich Böllenkopfknie weist einen Massenbestand des Laubfrosches auf.

In einem ersten Schritt wurde der Rheinhauptdeich auf den Gemarkungen Leimersheim und Hördt ausgebaut. Dabei war die Erstellung von Überlaufschwellen für den Reserveraum zu berücksichtigen.

Bereits in den Jahren 2002/2003 wurde in einem ersten Bauabschnitt der durch Suberosion gefährdete Deichabschnitt mittels einer Rüttelschmalwand gegen Erosionskanalbildungen saniert. Dadurch konnte ein massiver Eingriff in das Hinterland und eine Beanspruchung ökologisch wertvoller Flächen unterbleiben.

Im Rahmen der Baumaßnahme wurde der Deich deutlich verbreitert und zur Sicherstellung eines 200-jährlichen Hochwasserschutzes erhöht. Dazu wurde ein wasserseitiger Ausbau vorgesehen. Lediglich in einem Bereich, in dem ein Altrheinarm unmittelbar an den Deich angrenzt, wurde landseitig ausgebaut. Für den Reserveraum „Extremhochwasser in der Hördter Rheinniederung“ sind 3 Überlaufschwellen von je 300 m Länge entstanden. Diese Bereiche wurden bis zur Fertigstellung des Reserveraums durch Spundwände bis zur Ausbauhöhe geschützt. Darüber hinaus wird am Böllenkopfknie aufgrund beengter Platzverhältnisse die Standsicherheit des Deichs durch Sonderbauweise mit dem Einbau von Spundwänden gewährleistet. Die Arbeiten waren an die Rohrdurchführung des Schöpfwerkes anzupassen.

Aufgrund der hochwertigen ökologischen Flächen waren angrenzend Intensive Schutzflächen zu berücksichtigen.

« zurück

  • pdf download symbolReferenz als PDF-Download »

« zurück