Referenzen Wasserbau + Hochwasserschutz


Hochwasserschutz Ravensburg Süd

Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes an der Schussen, Gewässer 1. Ordnung, BA 2

Die „Schussensiedlung“ in Ravensburg liegt unmittelbar am Ostufer der Schussen. Nach mehreren Hochwasserereignissen in den Jahren 1999, 2000 und 2002 wurde durch die damalige Gewässerdirektion Donau/Bodensee, Bereich Ravensburg die Schussen abschnittweise näher untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass der Hochwasserschutz insbesondere im Bereich der Schussensiedlung als mangelhaft zu bewerten ist und bereits bei einem 40-jährlichen Hochwasserereignis mit Überflutungen zu rechnen wäre.

Zur Sicherstellung des Hochwasserschutzes für die vorhandene und zukünftige Bebauung war für einen ca. 900 m langen Abschnitt des Schussendeichs der Ausbau für einen 100jährlichen Hochwasserschutz mit einem Freibord von 50 cm herzustellen. Dazu war es notwendig den Deich um ca. 30 bis 70 cm zu erhöhen.

Die Erhöhung des Schussendeichs wurde abschnittweise durch unterschiedliche Maßnahmen erreicht. Im ersten Abschnitt wurde der vorhandene Weg auf die Ausbauhöhe angehoben, wodurch die Ufervegetation geschont werden konnte. Im nördlich anschließenden Abschnitt waren die größten Defizite auszugleichen. Hier wurde das Bett der Schussen leicht nach Westen verschoben und der Deichkörper mit einer Spundwand verstärkt, die mit einem Kopfbalken aus Stahlbeton abschließt. Da die Spundwand das eigentliche Schutzelement darstellt, konnte der Gehölzbewuchs bestehen bleiben und um Neupflanzungen ergänzt werden. Die massive Böschungsfußsicherung wurde teilweise zurückgenommen, so dass dem Gewässerbett eine eigendynamische naturnahe Entwicklung ermöglicht wurde.

Der letzte Ausbauabschnitt wurde durch eine Winkelstützmauer verwirklicht, die durch 3 Dammscharten unterbrochen wird. Diese werden bei Hochwasser mit mobilen Schutzelementen verschlossen.

« zurück

  • pdf download symbolReferenz als PDF-Download »

« zurück